[history]:

          Den Blick nach vorne gerichtet, begaben wir uns erneut auf die Suche nach einem Sänger.
          Wir brauchten einen charismatischen Frontmann, jemanden, der das Publikum in
          seinen Bann zieht und verzaubert. Ein Ego, das einen humanen Kontrapunkt zu dem kalten,
          vorwärtstreibenden Drumcomputergroove setzt.
          John hatte auf unsere Anzeige geantwortet und obwohl es so schien, als ob wir es
          zeitlich nicht miteinander vereinbaren könnten, hatten wir doch einen Abend für
          einander Zeit gefunden.
          Und er war genau diese Persönlichkeit, nach der wir so lange gesucht hatten. Allein die
          erste gesungene, frei improvisierte Strophe reichte, uns davon zu überzeugen. Diese
          Stimme hatte ihren eigenen Charakter, mit einem Tiefgang, die ihm erlaubt,
          das ganze emotionale Spektrum abzudecken.
          John Marquardt hatte schon zwei Alben veröffentlicht, eins unter seinem
          eigenem Namen (September), das andere unter dem Projektnamen "Hand of fate",
          welches bei Radio Fritz (Berlin) in der Rotation lief.
          Ursprünglich vom Folk/Rock beeinflusst, entschied sich John bei uns einzusteigen.
          Das war das Beste, was uns passieren konnte.
          Unter der Bedingung, vollkommen neue Texte und Gesangsmelodien einzubringen,
          sollten die folgenden Monate einen  Synergieeffekt mit einem schwindelerregenden
          Arbeitstempo hervorbringen. Bald war das erste Album "Seeing is believing"
          fertigkomponiert und in seiner Demo-Version aufgenommen. Endlich konnte dort
          angeknüpft werden, wo die Band zwei Jahre zuvor gescheitert war. Dabei sind die
          Aufgaben immer noch so demokratisch verteilt, dass jeder das gleiche
          Mitspracherecht hat.
          So hat Liquid Noise nun seine Idealbesetzung gefunden, was uns gelungene
          Liveauftritte bestätigen.